Worum es geht
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) hat Verwaltungen verpflichtet, ihre Leistungen digital anzubieten. Die Realität sieht in vielen Kommunen und Landratsämtern allerdings anders aus: Bürger müssen sich durch unverständliche PDF-Formulare quälen, Sachbearbeiter führen Schattenprozesse in Excel, und Fachverfahren sprechen nicht mit dem Web-Frontend. Barrierefreiheit nach BITV 2.0 ist oft nur ein nachgereichter Vermerk.
Wir bauen Bürgerportale und Collaboration-Plattformen, die das Gegenteil davon sind: Schnell, klar, barrierefrei – für Bürger genauso wie für Mitarbeitende. Mit Anbindung an die Fachverfahren, die ohnehin im Einsatz sind, und mit konsequenter Open-Source-Basis, die Ihnen die Kontrolle behält.
Was ist enthalten
01. Bürger-Frontend
Modernes, mobiloptimiertes Portal mit Barrierefreiheit nach BITV 2.0 und WCAG 2.1 Level AA. Klar strukturierte Antragsstrecken, Erklärtexte in einfacher Sprache, Statusanzeigen für laufende Vorgänge. Bürger sollen wissen, was sie tun, was sie erwartet und wo sie gerade stehen.
02. Sachbearbeiter-Backend
Workflow-System mit Aufgaben-Queue, Aktenverwaltung und Eskalations-Mechanismen. Sachbearbeiter sehen ihre offenen Vorgänge auf einen Blick, können Aufgaben delegieren, Notizen hinterlegen und Eskalationen anstoßen, ohne das System zu verlassen.
03. Dokumentenmanagement
Rechtssichere Archivierung nach den Vorgaben der GoBD und der jeweiligen Aufbewahrungspflichten. Volltextsuche über alle Akten, revisionssichere Versionierung und nachvollziehbare Zugriffsprotokolle. Dokumente verschwinden nicht in Mailpostfächern.
04. SSO-Integration
Single Sign-On mit BundID, BayernID, Servicekonto Schleswig-Holstein oder hauseigenen Identity-Providern via OIDC und SAML. Bürger müssen sich nicht ein weiteres Passwort merken, Mitarbeitende loggen sich einmal ein und haben Zugriff auf alle Tools.
05. Fachverfahren-Anbindung
Schnittstellen zu OK.VORFAHRT, MESO, AKDB, KIRP und anderen verbreiteten Verwaltungs-Fachverfahren. Wir kennen die etablierten Schnittstellenstandards – XÖV, OSCI, FIM – und integrieren bestehende Systeme, statt sie zu verdrängen.
06. Behörden-Collaboration
Sichere Nextcloud-basierte Plattform für Datenaustausch zwischen Verwaltungseinheiten – innerhalb der Kommune oder zwischen verschiedenen Behörden. Mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für besonders sensitive Vorgänge und granularen Zugriffsrechten.
Eingesetzte Open-Source-Komponenten
- Drupal – Content-Management und Portal-Framework
- Keycloak – SSO mit BundID/BayernID-Anbindung
- Nextcloud – Behörden-Collaboration und Datenaustausch
- ONLYOFFICE – Office-Integration im Browser
- OpenLDAP – Verzeichnisdienst
- Mattermost – Sicheres internes Messaging
- Apache Solr – Volltextsuche über Akten und Anträge
- BundID-Anbindung – Identity-Broker für föderale Anmeldung
Für wen ist dieses Konzept geeignet
- Kommunalverwaltungen, die ihre digitalen Bürgerdienste OZG-konform modernisieren wollen
- Landratsämter und Bezirksregierungen mit komplexen Fachverfahren-Landschaften
- Behörden, die sicheren Datenaustausch zwischen Standorten ohne externe Cloud benötigen
- Organisationen, die Barrierefreiheit nach BITV 2.0 verpflichtend umsetzen müssen
Typische Eckdaten
- Projektdauer: 4 bis 8 Monate für initiale Plattform
- Mindestgröße: ab etwa 5.000 Einwohnern wirtschaftlich
- Erweiterung: Fachverfahren werden iterativ angebunden, nicht alle auf einmal
Im Erstgespräch besprechen wir, welche Fachverfahren Sie nutzen, welche Bürgerleistungen Priorität haben und wie ein realistischer Stufenplan aussehen kann – mit Zwischenständen, die jeweils echten Mehrwert liefern.